Der neue A8 – Evolution

… statt Revolution.

“Der Audi A8 ist das Flaggschiff unserer Marke. Er steht für alles, was wir bei Audi können. Unser Ziel war es, dem perfekten Automobil möglichst nahe zu kommen”, sagt Audi-Chef Rupert Stadler zur Präsentation des neuen Top-Modells in Miami und steckt damit ganz klare Ziele des Flagschiffs ab.

Die drei Triebwerke, die zu Beginn an den Start gehen (4.2 FSI 372 PS; 3.0 TDI 250 PS; 4.2 TDI 350 PS) werden mit Allradantrieb, Rekuperationstechnik und Thermomanagement ausgerüstet.

Ein 3.0 TDIe-Modell mit 204 PS und Frontantrieb folgt später – das Spritsparmodell.

Die effizienten Motoren (6,0 l bei TDIe – 9,5 l bei 4.2 FSI) werden auch das neue Achtgang-Automatikgetriebe haben, das per Schaltwippen am Lenkrad oder den Wählhebel gesteuert wird. Für den Anspruch an Sportlichkeit und Komfort trägt der Audi A8 ein Luftfederfahrwerk mit adaptiver Dämpfung und serienmäßigem Fahrdynamiksystem. Das Sportdifferenzial (Serie bei 4.2 TDI) soll als Option für noch mehr Fahrdynamik sorgen.

Aufgerüstet hat Audi im Audi A8 auch bei den Assistenzsystemen – hier schließt man endlich zum 7er und zur S-Klasse auf: Audi Pre Sense soll Unfälle vermeiden helfen und die Folgen abmildern. Der Nachtsichtassistent markiert nun auch Personen und der adaptive Tempomat beherrscht die Stop & Go-Funktion. Ab Mitte 2010 soll auch für den Audi A8 ein Tempolimitassistent zu haben sein, der Verkehrsschilder liest und entsprechende Warnanzeigen ins Cockpit einblendet.

Für noch mehr Komfort soll das neue MMI-System sorgen, zudem stehen Sitze mit Massage- und Belüftungsfunktion, eine mehrfarbige Ambientebeleuchtung sowie eine Einzelsitzanlage für den Fond auf der Liste. Besonderen Wert legt Audi auch auf die Verarbeitungsqualität des Audi A8, die Manufakturmaßstäbe erreichen soll – jeder, der die aktuellen Audi-Modelle ahnt sicherlich, dass dies sicherlich kein tollkühnes Vorhaben ist – erst recht beim Spitzenmodell.

Optisch verändert sich der A8 nicht fundamental – lediglich die coupéhaftere Linie und die markanteren Scheinwerfer lassen ihn auf Anhieb als “das neue Modell” identifizieren.

Für mich persönlich ist der Innenraum in Anmutung und Optik auch in dieser Klasse unerreicht. Hier beeindruckt mich kein anderes Fahrzeug so wie der Audi A8. Beim neuen Modell noch weit mehr als beim Vorgänger.

Alle Infos gibt’s natürlich am besten bei Audi selbst.

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7 Responses to Der neue A8 – Evolution

  1. Lutz sagt:

    Ich habe sehr darauf gehofft von dir einen Artikel zum neuen A8 lesen zu dürfen. Auch wenn ich mir etwas mehr persönliche Meinung von dir erhofft habe als den Pressebericht von Audi :) Natürlich habe ich damit gerechnet, dass er dir gefällt (ich kenne das Problem mit der Markenbrille selber sehr gut). In München lacht man sich allerdings heimlich ins Fäustchen weil Audi einen aufgblasenen A4 mit einem A8 Schriftzug versieht. Oder ist es ein aufgeblasener A5? Oder ein A6? Wer kann das schon auseinaderhalten?
    Sehr interessant dazu die Kritik der Auto Motor Sport, die meine Meinung teilt…
    Schöne Grüße

  2. tom berger sagt:

    Natürlich habe ich Teile aus der Presseerklärung – beim Audi-Händler ist der Gutste ja noch nicht. ;-)

    Und das ist der Punkt: Ich bin mir sicher, da kommt noch ein vieeeel persönlicherer Artikel, wenn ich erstmal drin gesessen bin. :-)

    Oh, das freut mich, wenn BMW da lachen kann. ;-)
    Aber ich frag mich, warum?

    Audi hat mit dem A5 die Plattform “Modularer Längsbaukasten” (MLB) eingeführt. Der aktuelle A4/A5/Q5 und der neue A8 greifen darauf zurück. Genauso werden es die kommenden Modelle A6 und A7 tun.
    Ist das nicht praktisch?
    Die Synergieeffekte, die Audi nicht nur intern, sondern auch konzernübergreifend damit erzielt, sind enorm!

    Das ist einer der Gründe, warum Audi unter den deutschen Premiumherstellen die höchste Umsatzrendite hat!
    Was spricht dagegen, einen 3.0 TDI sowohl im A4 als auch im A8 einzusetzen?

    V.a. macht BMW das ja nicht so viel anders – auch hier möchte man die Mengenvorteile nutzen.
    Warum hat man sonst angekündigt, dass 1er und 3er, sowie 5er und 7er zukünftig auf jeweils einer gemeinsamen Plattform stehen?
    Warum kooperiert man sonst mit Peugeot für die Motoren vom Mini?
    Und ist der Rolls-Royce Ghost nicht “nur” ein “aufgeblasener 7er”?

    Wer im Glashaus sitzt sollte nicht mit Steinen werfen. ;-)
    Aber v.a.: was die Hersteller hier tun, ist nichts schlechtes. Im Gegenteil.

    Ach ja: nicht vergessen – der A8 und der 7er haben die gleiche 8-Stufen-Wandlerautomatik von ZF Sachs – sind die nicht vielleicht sogar auch identisch? *ggg*

    Aber um deine Frage zu beantworten: Der neue A8 teilt sicher viele Komponenten mit dem A4.
    Zuerst werden sie weiterentwickelt (ich bin wieder beim 3.0 TDI) und mit dem nächsten Facelift stecken sie dann auch wieder im kleineren Modell.

    Eine feine Sache.

  3. Lutz sagt:

    Ich habe mich wohl undeutlich ausgedrückt, darum muss ich an dieser Stelle noch einiges berichtigen.

    Meine Aussage hat sich auf keinen Fall auf die Technik bezogen die im neuen A8 (bzw in den Audis allgemein) steckt. Ich habe ausschließlich das Design gemeint. Audi schaufelt sich in meinen Augen ihr eigenes Grab indem alle Modelle gleich aussehen. Der Käufer aus der Oberklasse möchte schließlich auch als dieser erkannt werden. Aber wer erkennt denn noch ob es sich um einen A4/5/6/8 handelt? Ich muss zumindest immer zweimal hinschaun und selbst dann kommt es noch vor dass ich falsch liege. Und ich möchte nicht behaupten, dass ich keine Ahnung von Autos hätte.

    Zum modularen Baukasten: Ntürlich liegt dort die Zukunft. Abgesehn davon gibt es so etwas bei anderen OEMs auch schon (im Prinzip greifen alle Volumenhersteller des VW Konzerns auf einen gemeinsamen Baukasten zu, Audi inbegriffen). Dieser hat aber nichts mit der Karosserie und somit auch nichts mit dem Design zu tun. Deshalb hat es auch nichts mit meinem Kommentar zu tun (oder vielmehr mit dem was ich mit meinem Kommentar ausdrücken wollte) :)

  4. Tobias Schaub sagt:

    Was die leichte Unterscheidbarkeit der Modelle angeht muss ich Lutz recht geben. Aktuelle Audis ohne Schriftzüge bedürfen schon hin und wieder des zweiten oder dritten Blicks, um sie zu unterscheiden. Allerdings hat dieses Trend meiner Meinung nach schon vor Jahren bei Audi Einzug gehalten. Finde das auch alles andere als vorteilhaft – gerade im Oberklassesegment, wo man die Autos eh fährt, um seine Position in der Nahrungskette zu verdeutlichen. Man muss allerdings zugeben, dass es ihnen bisher nicht geschadet hat, als ist Audi vielleicht ein gutes Beispiel dafür, dass man auch jenseits der Lehrbuchpfade Erfolg haben kann.

    Zum Auto selbst: Der innenraum ist sehr gut gelungen. Vor Allem das “schwebende” Cockpit finde ich toll. Von Außen sieht er für ein ungeschultes Auge aber eben doch aus, wie jeder (gefühlt) aktuelle Audi.

  5. Tobias Schaub sagt:

    PS: Finde den Wagen von Außen fast etwas zu sportlich im Vergleich zu den klassisch-eleganteren Modellen von BMW oder Mercedes.

  6. tom berger sagt:

    @Lutz:
    Achso, da hatte ich dich dann einfach falsch verstanden.

    Allgemein zu dem Thema:
    Diesen Vorwurf macht man Audi ja öfters. Wie aber “Herr Schaub” schon gesagt hat: für den Hersteller scheint das Konzept ganz hervorragend auf zu gehen.

    Audi schreibt ein Rekordquartal nach dem anderen. Selbst in Zeiten einer Weltwirtschaftskrise und anhaltender Probleme bei den Autoherstellern blieb Audi im Wettbewerbsverlgiech äußerst stabil.

    Das muss einen Grund haben.
    Anscheinend macht man das hier genau richtig.

  7. Chrischtl sagt:

    Audi gehört für mich seit langer Zeit zu einem Auto, nach dem ich mich gerne umdrehe und das ich gerne irgendwann mein Eigen nennen möchte.

    Leider ist es nicht mehr wie früher, dass der König der Gesellschaft auch auf der Straße als solcher erkannt wird.

    @Lutz: Dein Schwiegerpap fährt noch eines der wenigen Autos, das für mich echten Stil ausmacht (320er Diesel S-Klasse), auch wenn die Farbe etwas … gewöhnungsbedürftig ist, aber meines Wissens teilt er diese Meinung :-D

    Für mich, der in der Arbeit auf n-tv.de angewiesen ist (beschränkter Zugang) und dessen Leitung dort auch etwas langsamer arbeitet, als man erwarten möge, war die Überschrift “Der neue A8″ eine Art Weihnachten, da ich vorher nicht dazu kam, mir Bilder anzusehen. Aber was ich nach gewisser Ladezeit erblickte, enttäuschte mich doch sehr.
    Der Spitzenreiter der deutschen Automobilklasse ist nicht mehr, was er war: Mächtig, ein Schiff und doch anmutig wie Laetitia Casta neben Asterix und Obelix.
    Auch der 7er ist zwar besser, als vorher, trotzdem gefällt mir das Design nicht, nur die S-Klasse und den Vorgänger dieses A8 könnte ich mir als angemessenes Fahrzeug für einen Präsidenten oder Vorstandsvorsitzenden vorstellen.

    Schade, Audi. Ich weiß, dass Ihr das schöner könnt.

    Zum Thema Interieur: Hier fällt mir zu Beginn ein schön gestaltetes Cockpit auf, aber der Ganghebel irritiert mich etwas. Die Farbe passt, aber die Form … Hmm … Sieht eher nach Chiemseedampfer aus ^^
    Ich bin mir aber sicher, dass man vom Audioerlebnis und vom Fahrgefühl her zumindest das Gefühl hat, der König der Straße zu sein ;-)