Full House in der Sitzung

Das freut einen doch mal! Bis auf zwei oder drei Plätze waren letzten Dienstag alle Besucherstühle ausgelastet – woher genau aber plötzlich dieses große Interesse kam, kann ich nicht genau sagen.

Schön: drei Schüler der Aster Hauptschule haben auch den Weg in die Gemeinderatssitzung gefunden – sie haben in der Schule derzeit auch Unterrichtseinheiten zum Thema Gemeindepolitik und da haben sie sich mal vor Ort informiert.

Außerdem von mir noch eine kurze Entschuldigung für die späte Veröffentlichung des Berichts. Der spannende Teil zum Thema Verwaltungshaushalt wird von mir noch nachgeschoben – spätestens am Wochenende. Die Bachlorarbeit beansprucht im Moment meine Ausdauer auf der Tastatur. Ihr habt sicher Nachsicht.   ;-)

Bernhard Haider fehlte entschuldigt – ansonsten war der Gemeinderat vollzählig. Die letzte Sitzungsniederschrift wurde einstimmig genehmigt.

Bezüglich der Aufstellung eines Bebauungsplans in der Unterfeld-Erweiterung wurde die Ausrichtung der Häuser diskutiert. Da es sich bei der projizierten Darstellung aber nur um eine Skizze handelte, war das Thema schnell wieder abgelegt und das Büro Komplan wurde einstimmig mit der Planung beauftragt. Elfriede Haslauer fragte nach einem Spielplatz in diesem Baugebiet. Bürgermeister Strasser antwortete, dass der nächste Spielplatz wenige hundert Meter entfernt am Sportplatz läge und die Anlage eines neuen ohnehin gesetzlich diktiert würde.

Der dritte Punkt betraf den Flächennutzungsplan. Hier geht es um das Gebiet der vormals geplanten Golf Driving Range in Obergolding. Laut Bürgermeister Strasser kann die Anlage noch kommen, doch der potenzielle Betreiber will noch abwarten. Bei der Abstimmung ging es also nicht um die Genehmigung zur Errichtung einer solchen Anlage, sondern nur um eine notwendige Anpassung des Flächennutzungsplans. Meine Nachfrage, in welchem Zeitraum der Betreiber beabsichtigt, eine Entscheidung zu fällen, konnte nicht beantwortet werden. Der Feststellungsbeschluss wurde einstimmig angenommen.

Punkt vier beschäftigt sich mit einer Sirenenanlage in Gleißenbach. Laut Lorenz Braun sei diese v.a. zur Warnung der Bevölkerung im Katastrophenfall vorgesehen – Feuerwehrleute könnten auch über Pager alarmiert werden. Die Kosten für die Anlage belaufen sich auf ca. 10.000 Euro. Meine Nachfrage, ob es keine mobile Lösung seitens der Feuerwehr gäbe, wurde von Martin Hobmeier verneint, da nur mobile Lautsprecher aber keine Sirenen vorhanden wären. Bürgermeister Strasser fügte hinzu, dass sich im Katastrophenfall wohl auch keiner bereit erkläre auszurücken. Er fügte außerdem hinzu, dass alle anderen Ortsteile eine Sirenenanlage hätten und eine solche durch den Standort des Atomkraftwerks im Landkreis auch empfehlenswert wäre. Meiner Meinung nach hilft bei einer Kernschmelze keine “Tröte” irgendwo in der Gemeinde…
Beschlossen wurde dann jeweils einstimmig die Errichtung einer Sirenenanlage, der Standort nahe des Weichselgartner-Grundstücks, sowie die Ausführung der Anlage mit Solarstromversorgung. Letztere garantiere die Funktion auch bei Stromausfällen und kostet nur wenige hundert Euro mehr als eine an das Stromnetz angeschlossene Version.

Durch den Bau der Straßenanbindung von der Unterfeld-Erweiterung zur B11-Brücke wird die Versetzung eines Strommasts notwendig. Der Beschluss zur Durchführung der 7.000 Euro teuren Aktion wurde einstimmig gefasst.

Dem Verkauf des alten, verunfallten Fahrzeugs der FFW Tiefenbach wurde einstimmig zugestimmt.

Wie gesagt – der Bericht zum Verwaltungshaushalt folgt noch.

Unter “Verschiedenes” wurden folgende Themen besprochen:

Am Bauhof wird eine neue Halle errichtet. Um ein entsprechendes Hallenmodell auswählen zu können wird der Gemeinderat einen Ortstermin zur Besichtigung entsprechender Bauten vereinbaren. Bürgermeister Strasser kümmert sich um die Terminierung.

Von 4. bis 6. Juni kann von Interessierten die Partnergemeinde Lusern besucht werden. Der Gemeinderat beschließt einstimmig die Buskosten zu übernehmen.

Oliver Kapser regt an, zukünftig die öffentlichen Sitzungsprotokolle auf der Homepage der Gemeinde für Jedermann verfügbar zu machen. Schöne Idee, aber nicht neu. Ich habe bereits mit Georg Strasser darüber gesprochen – darauf verwies er dann auch in der Sitzung. Dieses Thema werde auf alle Fälle diskutiert, wenn sich der Gemeinderat über die Inhalte der neuen Gemeinde-Homepage klar wird. Einen entsprechenden Tagesordnungspunkt wird es für die nächste oder übernächste Sitzung geben. (Richtet sich nach der Verfügbarkeit des zeitweise erkrankten Ansprechpartners beim IT-Dienstleister.)

Maria Pirkl sprach den Ausbau einer Zweikirchner Kiesstraße (am Weinberg) an. Bürgermeister Strasser will eine Kostenschätzung organisieren und dann die betroffenen Anwohner zum Gespräch einladen.

Oliver Kapser regte einen Sommerempfang – analog zum Echinger Neujahrsempfang – an. Diese Idee wird in einer der nächsten Sitzungen diskutiert werden.

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