[Gastbeitrag] Fiat Punto Evo – Fahrbericht

1,4 8V Benziner mit 77 PS in der Ausstattungslinie Dynamic – das heißt dann:

  • 7 Airbags (Front-, Seiten- und Knieairbags)
  • ABS + ESP mit ASR, MSR, Bremsassistent und Berganfahrhilfe
  • aktive Kopfstützen vorne
  • Servolenkung Dualdrive
  • Radio mit MP3 CD und Lenkradfernbedienung

Hört sich eigentlich vielversprechend an.

Am Auto angekommen, ist der erste Eindruck: er wirkt erwachsener.

Los geht‘s – einfach mal hineinsetzten und wohlfühlen.

Der Innenraum wirkt aufgeräumt, aber trotzdem design-technisch nicht langweilig.

Weiter geht‘s zur Testfahrt, Tür zu – und – aaahja das ist ein Fiat, blechernes ins Schloss fallen.

Um diese Geräusch schnell wieder zu vergessen: Radio an! 
Und der überzeugt: 6 Lautsprecher (4 vorne, 2 hinten) klingen wirklich voluminös!

Die Lenkradfernbedienung überzeugt mit genauem Druckpunkt der Tasten, die sehr gut zu erreichen und funktionell angeordnet sind.

Durch die wirklich engen Spindel des P6 am Münchner Flughafen windet sich der Evo dank der 2-stufigen Servolenkung, die mittel des Knopfes „City“ in der Mittelkonsole aktiviert wird, ohne große Lenkeinschläge sehr überzeugend.

Raus aus dem Flughafengelände in Richtung Autobahn: Auf der Landstraße bei Geschwindigkeiten bis 110 km/h fährt sich der Punto wirklich gut. Einziges Manko: die Motorengeräusche sind verhältnismäßig laut.

Auf der Autobahn kann der Fiat mit seinen „Mitbewerbern“ allerdings nicht mithalten. Ab ca. 140km/h ist er unwahrscheinlich nervös und extremst windanfällig.

Unterhaltung mit dem Beifahrer? Fehlanzeige, denn Wind- und Motorengeräusche sind enorm.

Der “Kleine” macht entgegen all meiner beim Fahrverhalten bei 140 km/h geweckten Erwartungen doch ganze 175km/h Spitze. Man sollte dann aber tunlichst nicht auf die Verbrauchsanzeige des Bordcomputers schauen, denn 17,4 Liter sind schon happig. Auch bei 120km/h auf der Autobahn sind meiner Meinung nach 14,8 Liter für einen Benziner noch zu viel.

Wie auch der Durchschnittsverbrauch von 8,1 Liter bei der Strecke vom Münchner Flughafen nach Vilsbiburg (ca. 70 km), nimmt er im direktem Vergleich zum Polo (5. Generation, 1,4l, 80 PS) gleich mal knapp 2 Liter mehr.

Fazit: Optisch hat macht der Evo mehr her als der Grande. Auch im Innenraum überzeugt er trotz des vielen Plastiks mit schlichtem aber ansprechendem Design.

Ich denke, dass der Punto nach wie vor ein Stadtauto darstellt – nicht nur wegen der 2-stufigen Servolenkung, die beim Einparken einfach großartig ist, sondern vielmehr wegen des Fahrverhaltens bei höheren Geschwindigkeiten.

Der Punto hat einen Schritt nach vorne gemacht, der erwartete EVO-lutionssprung allerdings blieb aus.

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2 Responses to [Gastbeitrag] Fiat Punto Evo – Fahrbericht

  1. ..nicht mal das Bedürfnis nach einer Zigarette darf man befriedigen..!

  2. tom berger sagt:

    Sorry, wie meinen?