Wie Google aus Versehen Daten abgefangen hat

Google steht immer wieder in der Datenschutzkritik. Mal zu Recht, mal zu Unrecht.

Derzeit wird wieder mal über das grandiose Projekt StreetView diskutiert, weil Google angeblich ein paar Daten miteingefangen hat.

Der technisch unversierte Nutzer denkt da gleich wieder an das böse, böse Google, das nix besseres zu tun hat, als herauszufinden welche Videos man sich wieder im Netz angesehen hat. Nur mal so am Rande: das würde Google auch anders rausfinden…

Es ist jedoch immer ganz gut, mal die Hintergründe zu betrachten – v.a. wenn die Diskussion unsachlich von ungebildeten Persönlichkeiten in der Öffentlichkeit geführt wird. In diesem Fall führt Verbraucherschutzministerin Ilse Aigner (CSU) das Feld der drauflosplappernden Uninformierten an und trägt mit ihrem Monolog maßgeblich zur geschäftsschädigenden Panikmache bei.

Wer kam eigentlich auf die Idee, dass jemand aus der CSU die Kompetenz hätte, sich zu Internetthemen zu äußern? Das ist ja beinahe so, als würde Edmund Stoiber Rhetorikkurse geben.

Bevor ich zum eigentlichen Linktipp komme, hier ein Hinweis: Jeder sollte sein WLAN verschlüsseln. Warum? Weil man sonst auch die Anzeige des Monitors mit einem Beamer an die Hausfassade werfen könnte.

Hier nun der äußerst lesenswerte Artikel von Kristian Köhntopp zu dem Thema.

Müssen sich die Tiefenbacher also jetzt Sorgen um ihre Daten machen? Nein, sicher nicht. Verschlüsselt bitte trotzdem fleißig. Dafür gibt es auch andere Gründe.

Google macht sicher viele Dinge, die mindestens diskutabel sind – hier aber greift der Schweinegerippe-Effekt: viel zu viel Lärm um … nichts.

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